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Aromatisierung – das Genussplus für Kräuter- und Früchtetee


Aromen sind buchstäblich in aller Munde. Aber warum sind sie in Kräuter- und Früchtetees – und wie gelangen sie hinein? Die Aromatisierung soll den Charakter einer Teesorte unterstreichen oder ergänzen und bietet die Möglichkeit, ganz neue Kompositionen zu schaffen. Dem Tee werden Gewürze und Aromastoffe beigefügt, um ihn geschmacklich zu verfeinern oder zu variieren. Dabei ist aromatisierter Tee keine neumodische Idee, diese Tradition    begann schon vor ca. 800 Jahren im alten China. Schwarzer Tee wurde mit Gewürzen,  Rosen- oder Jasminblüten gemischt. Heute erhalten gerade die Kräuter- und Früchtetees auf unterschiedlichste Weise eine Aromatisierung, um köstliche Geschmackserlebnisse zu kreieren.

Aromen werden in der Lebensmittelindustrie hauptsächlich verwendet, um ein gleichbleibendes Geschmackserlebnis von Lebensmitteln zu gewährleisten, die gewünschte Geschmacksintensität zu erreichen und um den Bedarf an gewünschten Geschmacksrichtungen sicher zu stellen, da einige Rohstoffe, wie z.B. Vanille, nicht in ausreichendem Maß in der Natur vorkommt. 

 

Aromastoffe sind chemisch definierte Stoffe mit Aromaeigenschaften. Es gibt Aromastoffe und natürliche Aromastoffe. Natürliche Aromastoffe werden aus pflanzlichen, tierischen oder mikrobiologischen Ausgangsstoffen gewonnen. Zur Gewinnung sind ausgewählte Verfahren zulässig, z.B. Auspressen, Destillieren, Erwärmen, Filtrieren, Mahlen oder Zerkleinern. 

 

Ein natürlicher Aromastoff muss natürlich vorkommen und in der Natur nachgewiesen worden sein.

 

Bunte Vielfalt – die Mischung macht's

 

Die Grundzutaten einer Früchteteemischung sind meistens Hagebuttenschalen und Hibiskusblüten oder Äpfel, die der Mischung eine säuerliche fruchtige Fülle im Geschmack  verleihen. Bei Kräuterteemischung bilden zum Beispiel Kamille oder Minze die nötige geschmackliche Basis.

 

Um noch mehr Vielfalt in der Tasse zu erlangen als Kräuter und Früchte alleine bereits bieten, wird diese Grundmischung aromatisiert. Dabei sind die Gründe ein Aroma zu verwenden unterschiedlich:  

 

Einige Früchte, wie z.B. Erdbeeren, verlieren während des Trocknungsprozesses aufgrund ihres hohen Wassergehaltes im Fruchtfleisch an Aroma. Hier kann der volle Geschmack durch die zusätzliche Verwendung von Aromen wieder erreicht werden. 

 

Bei Zitrusfrüchten befinden sich die geschmacksgebenden ätherischen Öle zu erheblichen Teilen in der Fruchtschale. Für eine Zitrusnote z.B. in Kombination mit Minze und Melisse, werden die Kräuter- und Früchtetees mit dem ätherischen Öl der Zitrone, der Bergamotte, der Orange oder der Grapefruit aromatisiert. So lässt sich das Aroma besonders fein dosieren.

 

Karamell- und Schokonoten, die z. B. in Kombination mit Rotbuschtee gut harmonieren, werden durch Aromen verliehen, um den Vorteil der Kalorienfreiheit des Tees zu erhalten. 

 

Kennzeichnung macht es möglich – frei Wahl für Verbraucher 

 

Sind Kräuter- und Früchtetees aromatisiert, ist der Tee auch so gekennzeichnet und für den Verbraucher durch die Bezeichnung z.B.  als „Aromatisierter Früchtetee“ oder „Kräutertee, aromatisiert“ erkennbar. Werden Früchte auf der Verpackung abgebildet, deren Geschmack als Aroma hinzugefügt wurde, so findet der Verbraucher in Verbindung mit der Fruchtabbildung zusätzlich den Hinweis, z.B. „mit Erdbeeraroma“ oder „mit Erdbeergeschmack“. So kann der Verbraucher leicht erkennen, ob es sich um ein aromatisiertes Produkt handelt. 

 

Der Verbraucher wünscht sich eine möglichst große Geschmacksvielfalt.  Kräuter- und Früchtetees bieten bereits durch die zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten von Kräutern, Früchten und sonstigen Pflanzenteilen eine wunderbare Fülle. Durch die Aromatisierung wird diese Palette an Geschmacksrichtungen noch einmal umfangreich erweite


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