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Erstaunlich unbekannt: Boldo-Blätter aus Chile


Boldo-Blätter

Eine exotische Spezialität ist der neue Geheimtipp unter Kräuterteeliebhabern: die aus Chile stammenden Blätter des Boldostrauches. Wegen ihrer wohltuenden Wirkung auch die Kamille Südamerikas genannt, finden sich die bekömmlichen Blätter in mancher Kräuterteemischung und verleihen ihr eine besonders würzige Note. 

 

Der Boldo (Peumus boldus Mol.) ist ein Strauch, der zu der Familie der Monimiengewächse (in der Ordnung der Lorbeerartigen) gehört. Ursprünglich aus Peru und Chile stammend verfügt der immergrüne, bis zu 6 Meter hohe Boldo über stark riechende, weiße oder gelbe Blüten, die oft traubenförmig angeordnet sind. Die Früchte haben die  Form einer gelblich-grünen Beere. Die eiförmigen Blätter, die nach Pfefferminze duften, erscheinen lederartig und brüchig. Für den Teeaufguss werden die Boldoblätter während des ganzen Jahres gesammelt und weiterverarbeitet

 

Besonderes Boldin

 

Die Blätter bestehen insbesondere aus Aporphinalalkaloiden, unter anderem Boldin, ätherischen Ölen und Flavonoiden. Boldin wird eine Steigerung des Magensaftes und Galleproduktion nachgesagt, wodurch Boldoblätter appetitanregend und verdauungsfördernd wirken sollen. 

 

Bei uns werden Boldoblätter schon lange als Zutat in Kräutertee-Mischungen verwendet, aber Boldo-Tee ist gerade in Deutschland noch wenig bekannt. In der südamerikanischen Volksmedizin wird  Boldo schon lange als Heilpflanze verwendet. Die Inkas nutzten den Boldo als Magenbitter. Entdeckt wurde die Wirkung der Pflanze von Schäfern in Chile, deren Schafe die Blätter fraßen und von Erkrankungen der Leber und Gallenwege verschont blieben.

 

Frisch und lecker

 

Die Blätter haben einen stark aromatischen, würzigen, leicht minzigen Geschmack und haben in Südamerika schon lange Einzug als Genussmittel gehalten. So sind Kräuterteemischungen mit Mate und Minze dort sehr beliebt. Auch hierzulande wird Boldo in köstlicher Kombination mit dem würzigen Mate oder heimischen Kräutern angeboten.


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