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Selbstgemacht – Johannisbeersaft und -gelee mit Tee


Rot, schwarz oder weiß – ab Juni verlocken Johannisbeeren bei uns saftig-reif zum Vernaschen. Die kleinen Beeren mit dem fruchtig-sauren Aroma eignen sich hervorragend zur Herstellung von Saft und Gelee, nicht nur für diejenigen, denen der pure Genuss etwas zu herb ist. Als weitere Zutat sorgen Kräuter- und Früchtetees für den besonderen Pfiff und viel Aroma. Individuellen köstlichen Kreationen sind dabei keine Grenzen gesetzt. Ob frisch, süß, blumig, duftig oder minzig – jedes Gelee und jeder Saft wird durch Zugabe von Kräuter- und Früchtetee ein Unikat. 

Johannisbeeren (Ribes spec.), die in Bayern und Österreich Ribisel und in der Schweiz Meertrübeli genannt werden, tragen ihren Namen aufgrund ihrer Reifezeit, die um den Johannistag am 24. Juni beginnt. Von da an können bis Ende August die roten, schwarzen oder weißen Früchte auch hierzulande geerntet werden. Johannisbeeren enthalten mit circa 177 bis 189 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm Frucht eine mehr als dreifach so hohe Konzentration an Vitamin C wie Zitronen (rund 50 Milligramm je 100 Gramm). Weitere positive Inhaltsstoffe sind Phenolsäuren, Flavonoide und ein relativ hoher Anteil von Ballaststoffen. Neben Gelee und Saft sind Cassis aus schwarzen Johannisbeeren und Cumberlandsauce aus den roten Beeren sehr beliebt. Rote und schwarze Johannisbeeren sowie deren Blätter bereichern als Zutaten  auch viele Kräuter- und Früchtetee-Mischungen.

Johannisbeersaft mit Kräuter- und Früchtetee

Für einen leckeren Saft die Johannisbeeren einfach mit der Gabel von den Rispen streifen und mit ein wenig Wasser aufkochen. Je nach Menge ein bis drei Beutel Kräuter- oder Früchtetee (z.B. Minze, Hagebutte oder Zitronenmelisse) hinzugeben, noch einmal aufkochen und dann leicht abkühlen lassen. Die Teebeutel entfernen und die Johannisbeeren durch ein feines Küchentuch abseihen. Den Saft erneut aufkochen, den Schaum abschöpfen und den Saft dann in Flaschen abfüllen. Wer es gern süßer mag, kocht die Johannisbeeren mit Zucker auf, allerdings vorsichtig dosiert, da der Saft durch den hohen Pektingehalt der Beeren schnell geliert.

Johannisbeer-Teegelee

400 ml Johannisbeersaft mit 400 ml Kräuter- und/oder Früchtetee nach gewünschtem Geschmack, 800 g Gelierzucker (1:1) und einem Päckchen Zitronensäure in einem Topf verrühren und langsam aufkochen lassen. Wenn das Gelee sprudelnd kocht, mindestens 3 Minuten unter Rühren weiterkochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen und die Gelierprobe machen. Dafür etwas Gelee auf eine kalte Untertasse geben. Wird die Probe fest, wird auch das übrige Gelee fest. Bleibt die Probe flüssig, das Gelee nochmals 3 Minuten kochen lassen und die Probe anschließend wiederholen. Das Gelee sofort bis zum Rand in saubere Schraubgläser füllen, fest verschließen und für etwa 5 Minuten auf den Deckel stellen. Durch die Hitze der Flüssigkeit wird der Deckel steril, und das Gelee verdirbt nicht so schnell. Für ein besonders hübsches Gelee kann man vor dem Einfüllen in die Gläser zusätzlich essbare abgespülte Blüten, z.B. Gänseblümchen, dazu geben.


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