Dem Storch unter die Arme greifen

Gegen fast jedes Zipperlein ist ein Kraut gewachsen, mit gutem Grund begleiten Heilpflanzen den Menschen seit Jahrtausenden. Die aromatischen Freunde aus der Natur helfen gegen Geister und anderes Übel. Und nicht zuletzt vermögen sie mit ihrer köstlichen Vielfalt das Wohlbefinden zu steigern. Auch dem Kinderwunsch kann man, nach alten Überlieferungen und vor allem nach den Erfahrungen von Hebammen und Naturheilkundlern, mit Kräuter- und Früchtetees auf die Sprünge helfen.

 
Schätzungen zufolge bleibt etwa jedes sechste Paar ungewollt kinderlos. Einen der Hauptgründe dafür sehen Fachleute in dem steigenden Alter der potentiellen Eltern. Je älter die Frau ist, desto geringer die Wahrscheinlichkeit der Empfängnis. Aber auch die biologische Uhr des Mannes tickt, denn mit zunehmendem Alter sinken Spermienzahl und -qualität. Viele potentielle Eltern greifen zur Unterstützung zu Kräuter- und Früchtetees, darunter etliche Mischungen mit so verheißungsvollen Namen wie Storchen- oder Nesttee, die klassisch Zutaten wie z. B. Himbeerblätter, Salbei und Frauenmantel enthalten. Ob nun wirklich die Tees helfen oder der Glaube Berge versetzt, bleibt aber das Geheimnis der Natur.

Himbeerblatt, Holunderblüte für die Frau …
Ein Tee aus Himbeerblättern mit seinem wohltuenden milden Aroma hat eine entspannende Wirkung auf Körper und Geist. Bei dem Wunsch nach Kindern macht man sich diese Wirkung zu Nutze und so manche Hebamme schwört auf die mannigfaltige Wirkung dieses Tees. Kräutertees mit Rosmarin sind anregend, so dass sie bei Kinderwunsch nicht fehlen dürfen. Holunderblüten werden in so manchen Sagen mystische Wirkung nachgesagt, es verwundert also nicht, dass ein Tee aus den zarten Blüten auch die Empfängnis unterstützen soll.

… Brennnessel für den Mann
Hilfe für den Mann soll der Genuss von Brennnesseltee bieten. Betagte Männer, die etwas von Pflanzen verstehen, schwören auf die Kraft der Brennnessel, um ihre Potenz zu erhalten. Eine Pflanze, die derart fruchtbar und zäh ist wie dieses Kraut, soll ihre Kräfte stärkend auf sie übertragen.

Hilfe von Anfang an
Salbei darf aufgrund seiner entspannenden und ihm nachgesagten aphrodisierenden Wirkung natürlich nicht fehlen. Seit Urzeiten ist die Pflanze von Zauber umgeben. Und wenn der aphrodisierende Effekt nicht eintritt, hilft es vielleicht, seinen Wunsch auf ein Salbeiblatt zu schreiben und darauf zu schlafen. Er soll dann in drei Tagen in Erfüllung gehen.

Fruchtbarkeitskraut Frauenmantel
Auch der Frauenmantel gilt seit Urzeiten als Symbol der Fruchtbarkeit. Bei den Römern hieß das Kraut Venusmantel und im Christentum wurde es als Marienmantel zur Symbolpflanze der unbefleckten Empfängnis. Der Frauenmantel steht in dem Ruf, eine Schwangerschaft zu fördern. Warum also den Kindersegen nicht mal mit den geheimnisvollen Kräften der Natur fördern? Vielleicht entsteht gerade durch sie ein magischer Moment.

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